Als 2015 der Wald für das Neubaugebiet „Ahornallee“ gerodet wurde, kam ein altes und längst vergessenes Relikt aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs ans Tageslicht: Eines der Fundamente für Baracken, die für Arbeitskräfte der Untertagefertigung von Flugzeugteilen vorgesehen waren. Die Abmessungen dieses Fundaments betrugen ca. 15 x 60 Meter.
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Nach der Rodung des Waldes kommt das alte Fundament zum Vorschein |
Auf sechs Fundamenten sollten gegen Kriegsende Baracken errichtet werden, um die 1.500 bis 2.000 Arbeitskräfte aufzunehmen, die in den unterirdischen Schachtanlagen von „Prinz Adalbert“ Flugzeugteile fertigen sollten.
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Das freigelegte Fundament |
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Rot markiert die Fundamentstreifen |
Die Produktion wurde jedoch nie aufgenommen und auch nur eine der geplanten Baracken war bis Kriegsende fertiggestellt: Die sogenannte „Zuchthausbaracke“. Diese Baracke existierte noch zumindest bis 1999, wie die Aufnahme aus dem Buch zur „MUNA Hambühren“ von Rainer Fabisch beweist.
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Kartenausschnitt aus dem Buch „MUNA Hambühren“ Rot eingefärbt das Baracken-Fundament und die „Zuchthausbaracke“ |
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Foto aus dem Buch „MUNA Hambühren“ |
Heute finden sich am ehemaligen Standort dieser Baracke nur noch Ziegel- und Mauerreste sowie einige Betonpfosten, die Bestandteil der Umzäunung waren. Das 2015 freigelegte Baracken-Fundament wurde schließlich im Juli/August 2016 vollständig abgeräumt.
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Mauerreste als letzte Relikte der „Zuchthausbaracke“ |
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Halb verfallener Zaunpfosten |
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Hier stand die „Zuchthausbaracke“ |
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Reste der Umzäunung |
Quellen: Informationen über die Baracken entstammen dem Buch „MUNA Hambühren“ von Rainer Fabisch; Fotos: eigene (März 2015 bis März 2016).
Dieser Blog auf jeden Fall nach meinem Geschmack. Sie haben Schichten von Wissen haben, der Lage sein, einen solchen Artikel zu schreiben.
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