Samstag, 6. Mai 2017

Relikte aus Kriegszeiten

Als 2015 der Wald für das Neubaugebiet „Ahornallee“ gerodet wurde, kam ein altes und längst vergessenes Relikt aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs ans Tageslicht: Eines der Fundamente für Baracken, die für Arbeitskräfte der Untertagefertigung von Flugzeugteilen vorgesehen waren. Die Abmessungen dieses Fundaments betrugen ca. 15 x 60 Meter.

Nach der Rodung des Waldes kommt das alte Fundament zum Vorschein




Auf sechs Fundamenten sollten gegen Kriegsende Baracken errichtet werden, um die 1.500 bis 2.000 Arbeitskräfte aufzunehmen, die in den unterirdischen Schachtanlagen von „Prinz Adalbert“ Flugzeugteile fertigen sollten.

Das freigelegte Fundament

Rot markiert die Fundamentstreifen



Die Produktion wurde jedoch nie aufgenommen und auch nur eine der geplanten Baracken war bis Kriegsende fertiggestellt: Die sogenannte „Zuchthausbaracke“. Diese Baracke existierte noch zumindest bis 1999, wie die Aufnahme aus dem Buch zur „MUNA Hambühren“ von Rainer Fabisch beweist.

Kartenausschnitt aus dem Buch „MUNA Hambühren“
Rot eingefärbt das Baracken-Fundament und die „Zuchthausbaracke“

Foto aus dem Buch „MUNA Hambühren“

Heute finden sich am ehemaligen Standort dieser Baracke nur noch Ziegel- und Mauerreste sowie einige Betonpfosten, die Bestandteil der Umzäunung waren. Das 2015 freigelegte Baracken-Fundament wurde schließlich im Juli/August 2016 vollständig abgeräumt.

Mauerreste als letzte Relikte der „Zuchthausbaracke“


Halb verfallener Zaunpfosten



Hier stand die „Zuchthausbaracke“

Reste der Umzäunung


Quellen: Informationen über die Baracken entstammen dem Buch „MUNA Hambühren“ von Rainer Fabisch; Fotos: eigene (März 2015 bis März 2016).

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